Wir wollen mobil bleiben!

Das Altersleitbild weist eindrücklich und mehrfach auf die Bedeutung der Mobilität zur Erhaltung der Selbstständigkeit und der Lebensqualität im Alltag älterer Menschen hin. Stellvertretend und aussagekräftig seien hier zwei Leitsätze aus dem Leitbild zitiert: 

  • Die Senioren sind mobil, pflegen Kontakte und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil.
  • In der Siedlungs-, Strassen- und Verkehrsplanung wird der Sicherheitsaspekt beachtet. 

Damit wir mobil bleiben können, erachten wir folgende drei Gesichtspunkte als wichtig:

  • die Benutzerfreundlichkeit der Verkehrswege
  • die persönlichen Hilfsmittel
  • die eigene Gesundheit und Fitness 

Bezüglich Benutzerfreundlichkeit der Verkehrswege haben wir in den vergangenen Jahren zusammen mit den Gemeindebehörden einiges erreicht. Dazu mehr in diesem Artikel beim Weiterlesen.

Über die persönlichen Hilfsmittel sind wir im Rahmen unserer Gesprächsrunde  mehrmals an die Öffentlich getreten. Insbesondere weisen wir hier auf unseren Artikel über den Rollator hin, den Sie hier herunterladen können.

Die Erhaltung der eigenen Gesundheit steht zur Erhaltung der Mobilität erster Stelle. Dazu muss und kann jede Person im Rahmen ihrer Möglichkeiten und mit Hilfe unseres gut ausgebauten Gesundheitssystems das seine selber beitragen.


Die Fussgängerfreundlichkeit unserer Verkehrswege

Unser Anliegen ist es, vorhandene Hindernisse auf den Wegen wo sich  Menschen mit Gehbehinderung, mit Rollstuhl oder Rollator bewegen, mit einfachen Mitteln zu korrigieren und selbstverständlich den Bau neuer Hindernisse möglichst zu verhindern. Solche Hindernisse, insbesondere Stufen, bilden nicht nur eine Erschwernis in der Fortbewegung, sondern sie sind eben auch eine Unfallgefahr, die dazu führt, dass die Selbständigkeit in der Mobilität nicht mehr wahrgenommen wird. Der betroffene Mensch verzichtet dann darauf, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, zum Beispiel seine Sachen selber einzukaufen. Er verliert damit auch  soziale Kontakte.

Aufgrund von Hinweisen Betroffener und aus eigener Erfahrung haben wir uns ab Frühjahr 2011 für die Umsetzung der Leitsätze und des oben formulierten Anliegens  eingesetzt. 

Bei unseren Begehungen und Besichtigungen haben wir etliche kritische Stellen mit Verbesserungspotential gefunden. Die zuständigen Gemeindestellen wurden orientiert und auf dem Laufenden gehalten. Diese haben uns im Sept. 2013 detailliert über die geplanten Verbesserungs- und Korrekturmassnahmen orientiert.  

Im Folgenden sind die angesprochenen Stellen mit Bild und mit der Stellungnahme der zuständigen Gemeindeinstanz dokumentiert. Falls eine Korrektur ausgeführt wurde, ist diese dargestellt. Es ist vorgesehen den Werdegang jeder dokumentierten Stelle zu verfolgen und aktuell darzustellen.

Stand der Dokumentation: Juni 2017

Mit Klick auf die Bilder können Sie diese vergrössern.  

A) Provisorisches Trottoir  vor der Schlossmauer

Die Situation wurde korrigiert

Vorher

Provisorisches Trottoir, für Rollator und Rollstuhl nicht benützbar

Nachher

Zweckdienliche Korrektur, auch für den Strassenverkehr.

Alte Situation bis Juli 2014


Ersatz des provisorischen Trottoirs im August 2014 stellt sich als zweckdienliche Korrektur, auch für den Strassenverkehr, aus.


 


 B) Trottoirstück Wyssthanweg / Schlossgasse

Vorher

Der Fussgängerstreifen führt direkt zu einer Stufe (Rollatorfalle).

Nachher

Die Stufen wurden beseitigt

Alte Situation bis Juli 2014


Neue Situation August 2014



  C) Fussgängerstreifen  Junkerngasse/Herrengässli

Vorher

Stufe am Ende des Fussgängerstreifens.

Nachher

Der Randstein wurde abgesenkt.

Alte Situation bis November 2013


Neue Situation ab November 2013



D) Einmündung Oberes Stengeli / Guggisbergstrasse

Vorher

Das Trottoir kann nur nach Überwindung einer Stufe erreicht oder verlassen werden.

Nachher

Auch hier wurde der Randstein ausgewechselt und abgesenkt.

Situation bis September 2013


Neu ab November 2013



E) Übergang Milchgässli / Junkerngasse

Aktuell

Auf beiden Seiten des Fussgängerstreifens sind Stufen zu überwinden.

Stellungnahme der Gemeinde

Aktuelle Situation


Hier sei die Korrekturmassnahme in Planung. 

Aspekte des Kantons und allfällig anstehende Bauprojekte müssten noch einbezogen werden.


F) Übergang Bernstrasse zur Bahnhofstrasse

Vor Baubeginn

Die Stufe am Ende des gelben Streifens bildet auf dieser verkehrsreichen Strasse eine  Rollatorfalle. 

Aktuell

Der Kreisel ist fertiggestellt und zu unserer Freude sind auch die Übergänge von den Fuss-gängerstreifen zu den Trottoirs für Rollatoren und ähnliche Fahrzeuge überwindbar.

Situation bis zum Baubeginn des Kreisels


Situation nach Fertigstellung des Kreisels


Unter Berücksichtigung des verfügbaren Platzes präsentiert sich der Kreisel als gelungene Lösung.

Nach unseren Beobachtungen verläuft der Verkehr wesentlich flüssiger als vorher.
Nun haben auch weniger geübte "Kreiselfahrer" die Gelegenheit zu trainieren und werden in Zukunft mit dem Blinker richtig umgehen können.

Das Trottoirstück zum Coop-Center ist nun (Juni 2017) sehr ansprechend als Allee gestaltet worden. Wir sind stolz auf unsere "Schwirrenalle" .

Von Bern kommend erhalten Besucher einen guten Eindruck von unserem Dorf!

Der Kreisel ist gelungen


"Schwirrenallee"



G) Situation beim Heim "Ar Sunnsyte" und Heckenweg

Bestehende Situation (2014)

Pos A: Diese 6 cm hohe Stufe  führt zum Heim. Diese Konstruktionsart ist nur schwer nachvollziehbar.

Pos B: Hindernis für Rollstühle und Rollatoren im Ausgehbereich unmittelbar neben dem Heim auf dem Weg ins Dorf.

Aktuelle Situation

An dieser Stelle wurden in den vergangenen 2 Jahren grössere Arbeiten ausgeführt. Diese sind nun fertig und präsentieren sich zu unserer vollen Zufriedenheit. 

Situation vor Arbeitsbeginn


Situation nach Fertigstellung der Arbeiten




H) Trottoirkurve bei der Einmündung zum Flühli

Alter Zustand

Um über das Trottoir zum Fussgängerstreifen zu gelangen, muss eine Stufe überwunden werden.

Neuer Zustand


Die Stufen sind rollatorgerecht und ein Warteraum für die Fussgänger wurde erstellt.

Die Situation vor der Korektur


Korrigierte Situation ab Sept. 2015



I) Auf der Höhe (Schlüchtern)

Aktuell

Im Ausgehbereich des Heims "Ar Sunnsyte" verhindert diese Konstruktion den Zugang zum Aussichtspunkt und Sitzplatz auf der Höhe. Ein rollator- und rollstuhlgängiger Übergang ist wünschenswert. 

Stellungnahme der Gemeinde
Hier sind Privatgrundstücke betroffen. Da das Anliegen eine gewisse Logik in sich trägt, wird es in die Liste offener Punkte aufgenommen und im Jahr 2014 diskutiert
.

Bestehende Situation


Das Kosten-/Nutzen Verhältnis ist bei diesem Vorhaben zu ungünstig.

Wir werden dieses Projekt nicht mehr weiter verfolgen.

Der Aussichtspunkt kann mit etwas grösserem Aufwand über einen Umweg auch erreicht werden.


K) Der Zugang zur Apotheke

Aktuell

Rollator- und RollstuhlfahrerInnen sollten barrierefreien Zugang zur Apotheke haben, um ihre Medikamente selber abholen zu können.

Stellungnahme der Gemeinde
Im Zusammenhang mit Arbeiten an der Schmiedgasse soll dieses Hindernis entschärft werden. 

Mit dem Gebäudebesitzer wurde von unserer Seite bereits Kontakt aufgenommen.

Beststehende Situation


Es sind noch keine Resultate bekannt.


  

Stand der Arbeiten (Chronologie)

Datum

                         Beschreibung

September      2013

Alle 10 dargestellten Orte stellen Hindernisse dar. Aus praktischer Erfahrung und auch aus theoretischen Betrachtungen wissen wir, dass bereits eine Stufenhöhe von  3 cm für Menschen, die auf den Rollator oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, ein schwieriges Hindernis darstellt. 

Wir sind deshalb erfreut, dass unsere Gespräche mit den zuständigen Gemeindestellen, die wir seit anfangs 2012 führen, zu den dargestellten, präzisen Stellungnahmen geführt haben. Wir bauen darauf.

November 2013

Mittlerweile  dürfen wir feststellen, dass zwei der in Auftrag gegebenen Korrekturen bereits ausgeführt sind. Beachten Sie die Situationen unter C) und D).

Ebenfalls sei hier vermerkt, dass die erwähnten Anliegen beim Bahnübergang Schlüchtern bestens wahrgenommen wurden.

Bravo!

August        2014

Wie vorgesehen sind nun auch die Fälle A) und B) korrigiert. 
Die Fälle E) bis K) sind, wie oben dargestellt, mit zusätzlichen Projekten verknüpft oder benötigen weitere Abklärungen.

September     2014

Im Fall F), Kreisel Bernstrasse, sind die Arbeiten im Gange. Sie werden dem Vernehmen nach ca. 1 Jahr dauern.

Im Fall G), Sunnsyte/Heckenweg, wurde das Projekt Schlüchtern an der Gemeindeversammlung gutgeheissen. Der Arbeitsbeginn steht noch aus. 

Zu den Fällen E), H), I) und K) gibt es noch keine Informationen. Wir werden sie im Auge behalten.

März 2015

Im Fall G), Sunnsyte/Heckenweg, wurde mit den Arbeiten begonnen

Oktober 2015

Fall F). Der Kreisel ist in einer gefälligen Lösung fertiggestellt worden. Die Einweihung findet am 11.9.2015 statt.
Im Zusammenhang mit dem Kiestrottoir zum Coop-Center ist allerdings ein weiteres Problem entstanden. Dies wurde auch von der Behörde erkannt und und eine Korrektur auf das Frühjahr 2016 versprochen.
Fall H), Einmündung zum Flüehli. Die beanstandeten Trottoirstufen wurden beseitigt und ein Warteraum vor dem Fussgängerstreifen ist nun vorhanden.
Die Arbeiten Sunnste/Heckenweg sind bis auf den Endbelag fertigestellt.

Frühsommer 2017

Das Trottoir zum Coop-Center wurde sehr ansprechen als kleine Allee fertiggestellt..
Die Arbeiten Sunnsyte/Heckenweg sind zu unserer Zufriedenheit fertiggestellt.

Zusammen-fassung

Von den 10 Problemstellen, die wir anfangs 2012 aufgenommen haben, sind mittlerweile deren 8 zu unserer Zufriedenheit und zum Wohle älterer und gehbehinderter Menschen korrigiert worden. Wir bedanken uns bei den verantwortlichen Personen dafür.

Immer noch nicht korrigiert ist der Zugang zur Apotheke. Wir werden uns weiterhin dort für eine Verbesserung einsetzen.

Den Treppenübergang auf der Höhe in der Nähe des Pflegeheims Sunnsyte werden wir nicht weiter in unserer Liste führen.